CTK Blog Alltag eines Computer und Telekomm Fachhändlers

8Apr/1127

was ist drauf und was ist drin

Vor einiger Zeit haben wir uns mit dem Thema Eigenbau-PC oder Marken PC von der Stange beschäftigt. Mittlerweile haben wir um einiges mehr Eigenbau Rechner verkauft. Gerade vor Weihnachten waren die flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten der Renner.

Heute möchte ich euch einen kleinen Eindruck vermitteln, wie so ein Eigenbau PC erstellt wird - begonnen bei der Kundenbestellung bis hin zur Auslieferung/Übergabe.

Wenn sich ein Kunde für ein CTK Computersystem entschieden hat, beginnen intern die Räder zu laufen.
Als erstes nimmt ein Mitarbeiter eine sogenannte Assemblingbox. Das ist nichts anderes wie eine Kunststoffbox, in der alle Teile für einen PC (mit Ausnahme des Gehäuses, Drucker, Monitor, etc.) gesammelt werden. Zusätzlich kommt eine Assemblingliste und eine Auftragsbestätigung mit den Kontaktdaten des Kunden in die Box, wo alle zu verbauenden Teile aufgelistet sind. So wissen alle Kollegen bescheid und jeder kann sich der Sache annehmen.

Fehlende bzw. nicht lagernde Teile werden beim Lieferanten nachbestellt. Diese werden außerdem auf der Assembling Liste markiert und mit einem Lieferdatum versehen.

Sind alle Teile komplett kann mit dem Zusammenbau begonnen werden. Ein Mitarbeiter assembliert den PC und notiert die Artikelnummern der verbauten Komponenten auf der Assemblingliste. Jedes verbaute Teil wird intern registriert - so können wir später (zB im Garantiefall) jedem Kunden die exakt verbauten Komponenten zuordnen.

Nach dem Hardware Zusammenbau, folgt die Softwareinstallation (sofern vom Kunden gewünscht). Grundsätzlich werden 98% unserer Rechner mit Betriebssystem gekauft und ausgeliefert. Zusätzlich kommt unser Vorinstallations Mix dazu. Dieser besteht aus:

  • Microsoft Office 2010 Starter Edition
  • Microsoft Security Essentials (Anti Viren Programm)
  • CD Burner XP
  • VLC Player
  • Adobe Flash Player
  • Adobe Acrobat Reader
  • Free PDF XP
  • Mozilla Firefox
  • Skype

Diese kostenlosen Softwaretools ermöglichen unserer Meinung nach tatsächlich einen sofortigen Start mit dem Computer und sind besser als diverse Shareware Vorinstallationen die man so auf Marken PC's findet.

Sind alle Programme installiert und läuft der Rechner einwandfrei, werden noch die Updates des Betriebssystems und ggf die von installierten Anwendungen heruntergeladen und installiert.

Im Anschluß wird der Rechner verpackt und mit dazubestellten Teilen (Monitor, Drucker,...) zusammengerichtet und verrechnet. Der Kunde wird informiert, dass das Gerät abholbereit ist. Kunden können bei uns entweder Bar oder mit Bankomatkarte und sogar mit der Kreditkarte bezahlen.

Und nun widme ich mich gleich wieder diesem Ablauf und baue einen neuen PC zusammen.

[CH]

Kommentare (27) Trackbacks (0)
  1. Was nutzt ihr denn zur Software/OS Verteilung? Oder installiert ihr alles manuell per Hand?

  2. Ey, ihr habt unsere Arbeitsweise geklaut 😉 😉 😉

    Bei der Software machen wir das ähnlich:
    http://www.ahct.de/blog/2010/ahct-standardinstallation-was-installieren-wir-unseren-kunden/

  3. @zunkel: das meiste läuft per selbstgebasteltem skript ab (hat martin unser techniker produziert). so dinge wie firefox und skype werden noch manuell nachinstalliert – wobei wir hier auch nach einer optimaleren lösung suchen

    @ahct: freut mich, dass ihr es auch so macht. gibt ja auch keinen besseren weg 🙂 – andere frage die mich interessieren würde – wieviele rechner schießt ihr so pro monat raus?

  4. Das kann man so gar nicht sagen.

    1. Das schwankt extrem von Monat zu Monat.
    2. Was zählt als Rechner? Nur KOMPLETT neu oder auch komplett aufgerüstet oder nur zur Hälfte nachgerüstet?

    Irgendwas zwischen 10 und 50 pro Monat würde dann rauskommen, je nach dem, was man alles mit reinrechnet.

  5. ok. das war mir eh klar. natürlich ist im dezember mehr los als im august.

    als rechner zählt für mich komplett neu. oder maximal noch komplett aufgerüstet – sprich board, cpu, speicher und grafikkarte neu.

    die tendenz geht bei uns übrigens total auf das niedrigpreissegment. sprich <400 euro inkl. betriebssystem. leider werden die echt tollen pc's immer weniger…

  6. Ja, diesen „Trend“ merken wir auch.

    Unser günstigster Neuer kostet 199,- Euro (nur Tower, ohne Zubehör/OS). Ist eigentlich Schrott, aber die Leute wollen sowas.

    Ca. 1 bis 2 mal im Monat kommt aber ein Kunde, der was Richtiges will. Das macht dann auch immer Spass, so ein HighEnd Gerät zusammenzubauen!

  7. Also ich mache vorinstallierte PCs normalerweise erstmal platt und installiere sie neu. 😉

  8. grundsätzlich richten wir die vorinstallation eh nach kundenwunsch. gerne bekommt der kunde auch ein völlig leeres system, oder auch gar nicht aufgesetzt.

    jeder wie er will…

  9. Aaah. Spam! Du bist auch hier?!? 😉 😉

    Mache ich auch bzw. würde ich machen, wenn ich Fertig-PCs kaufen würde …

    Und so wie ich(wir) den dann neu installieren (würden), so machen wir es auch mit den Kunden-PCs!

  10. Auf industriell gefertigten PCs befindet sich oft nicht gewünschte Software und manchmal auch ulkige Partionen – fliegt bei mir immer alles sofort runter.

    @Andy:
    Ich lese hier mit seit der Story mit dem Ladendieb und der Webcam. Und von hier aus war Euer Blog verlinkt … 😉

  11. @spam ja es ist furchtbar. wahnsinn was die firmen os mitliefern an spielen, unnützen programmen;.. 35 verschiedene sicherungsratgeber pro notebook bomben so einen „high end“ pc zurück in die steinzeit…

  12. @spam: Aho. so schliesst sich der Kreis 😉 !

    Selbst Wortman liefert vermurkste Vorinstallationen aus. Am Schlimmsten finde ich, dass die HDD nicht partitioniert ist.

  13. Von DVD booten, partionieren und formatieren hilft … 😉

  14. Jo!
    Früher haben wir das immer bei neu verkauften Notebooks gratis gemacht. Mittlerweile sind die Gewinnspannen aber so gering, dass wir die Teile fast nur durchschieben.
    In manchen Fällen machen wir noch die Updates (da fehlen immer eine ganze Menge) und installieren ein paar wichtige Tools.

    Mehr lohnt sich kostenlos aber nicht.

  15. dem kann ich nur zustimmen. notebooks sind bei uns zum großteil auch eine reine durchreichware. außer der kunde braucht irgendwas spezielles dazu. bis zu einem gewissen grad passiert das auch noch kostenlos.
    gröbere softwareinstallationen und einstellungen müssen dann eben irgendwie verrechnet werden.
    nur manchmal braucht das vorinstallierte image eines fixfertigmegafunkymarkennotebooks eh länger zum vorbereiten als eine neuinstallation^^

  16. achja: @spam -> danke für eure lesetreue. gilt natürlich auch für die kollegen von ahct!

  17. Es gibt auch Kunden, die achten bei einem neuen Marken-PC/-Notebook auf einen ungeöffneten Original-Karton. Auf Fujitsu-Kartons steht sogar drauf, dass der Kunde diese zurückweisen soll, wenn der Siegelaufkleber beschädigt ist. 😉

    Mit einem neuen Dell-Notebook für meine Mutti hatte ich neulich ganz schön zu tun. Erst hatte ich damit angefangen, die überflüssige Software manuell zu deinstallieren, bis ich gesehen habe, wie viele schwachsinnige Partionen auf der Festplatte waren. Dann habe ich die Kiste einfach komplett platt gemacht und neu partitioniert.

  18. @spam: Du hättest Lebenszeit sparen können, wenn Du gleich neu installiert hättest ,-)

    Mit Win7 geht das ja nun wirklich schnell & einfach!

  19. wir klären das mit dem kunden im vorfeld ab, ob er das notebook sozusagen ab werk möchte oder in irgendeiner art und weise individualisiert.

    ich hatte jedoch auch schon kunden, denen musste ich erklären, dass beim eigenbau pc nunmal die schachtel geöffnet werden musste und dieser nicht fix fertig in einer chinesischen fabrik so produziert wird; oder kunden die kein case badget akzeptieren und den rechner so nicht wollen…

  20. @Andy:
    Das war das erste fabrikneue Dell-Notebook, das ich in der Hand hatte.
    Jetzt weiss ich es auch. 😉

    Aber bei Dell nicht vergessen, die Original-Installationsmedien für 5,- Euro Aufpreis mitzubestellen …

  21. wow. 5 euro ist toll.
    da ist ja hp noch besser – die schicken das wenigstens kostenlos zu!

  22. 5,- Euro nur? Da hätten die es auch gleich beilegen können!

    Ich hatte da mal von Kunden was von 50 oder 80 oder so gehört. wiß aber nicht mehr, welche Marken das waren. Acer vielleicht?

  23. acer hatte mal 29 – wenn ich mich richtig erinnere

  24. Waren 29,- Euiro nicht auch bei Microsoft fällig, wenn der Datenträger weg ist?

  25. ja das könnte sein – hatte das problem gott sei dank noch nie 😉

  26. Dell verlangt zumindest 5,- Euro Aufpreis für die DVDs, wenn man die Installationsmedien bei der Bestellung eines neuen Rechners gleich mit dazu ordert. Wie das vielleicht mit nachträglich bestellten DVDs aussieht, weiss ich nicht.

    Fujitsu hatte vor 2-3 Jahren mal damit angefangen, „aus Umweltschutzgründen“ den Esprimo- und Celsius-PCs keine Installationsmedien mehr beizulegen, der Kunde sollte sich die selbst brennen (ein entsprechendes Icon war auf dem Windows-Desktop vorhanden). Immerhin haben sie die Installationsmedien auf Wunsch aber auch kostenlos nachgeliefert. Mittlerweile liegen die Installationsmedien den Esprimo- und Celsius-Modellen aber wieder bei.

  27. „… der Kunde sollte sich die selbst brennen …“

    99% der Kunden machen das nicht. Und das ist auch gut so – damit verdienen wir unser Geld ,-)


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